Die Sonne als Energiequelle

 


Die Sonne liefert uns binnen einer Stunde die gleiche Menge an Energie, die von der gesamten Erdbevölkerung pro Jahr verbraucht wird. Mit Photovoltaik lässt sich diese Sonnenenergie in elektrische Energie umwandeln.

Photovoltaik wird zur Stromerzeugung auf der ganzen Welt eingesetzt. Anlagen unterschiedlicher Größe befinden sich etwa auf Dächern, Fassaden, als Dachersatz bei Carports, auf Balkongeländern und Zäunen. In Österreich gibt es einen deutlichen Trend hin zur Erzeugung von eigenem Ökostrom mit Photovoltaik-Anlagen, so werden beispielsweise in Oberösterreich jährlich über 4.000 neue netzgekoppelte PV-Anlagen pro Jahr installiert. Die Energieumwandlung erfolgt mittels Solarzellen, die zu sogenannten Solarmodulen verbunden werden. Mit einem Wechselrichter wird die erzeugte Gleichspannung in Wechselspannung umgewandelt. Der produzierte Strom kann entweder vor Ort genutzt oder ins Stromnetz eingespeist werden („netzgekoppelte Anlagen“). Die Lebensdauer einer PV-Anlage beläuft sich auf ca. 30 Jahre, die Montagezeit einer 5 kWp-Anlage beträgt nur etwa 1,5 Tage.

Speicherung von PV-Strom

Viele Haushalte mit einer PV-Anlage möchten den selbst erzeugten Sonnenstrom für ihren Eigenverbrauch nutzen. Dies ist vor allem dann interessant, wenn nur ein geringer Einspeisetarif angeboten wird. Erzeugt die PV-Anlage Strom, dann wird zunächst der Bedarf im eigenen Haus gedeckt. Wird mehr Energie produziert als benötigt, dann wird der PV-Stromspeicher geladen: Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist. Rund 35 % des erzeugten Stroms einer privaten PV-Anlage werden in einem durchschnittlichen Haushalt selbst genutzt. Solarstrom-Speicher ermöglichen es, diesen Anteil auf ca. 70 % oder mehr des Eigenverbrauchs zu erhöhen. Bei einem allfälligen Stromausfall ist es möglich, PV-Anlagen mit Stromspeicher auch notstromfähig zu realisieren (Inselbetrieb, wie zum Beispiel auf Schutzhütten realisiert).

Wie wird Photovoltaik gefördert?

Die Förderung für Photovoltaik erfolgt entweder mittels Einspeisetarif (Vergütung pro Kilowattstunde ins Netz eingespeisten Stroms 7,06 Cent/kWh) und/oder Investitionsförderung (Pauschale pro installiertem Kilowatt PV max. € 250,–/ kWp). Weiters werden Stromspeicher mittels Investitionsförderung (Pauschale pro installierter kWh max. € 200,–/kWh) unterstützt. Mögliche Förderstellen sind der Klima- und Energiefonds (www.klimafonds.gv.at) und die OeMag-Abwicklungsstelle für Ökostrom (www.oem-ag.at). Mehr als die Hälfte aller neu gebauten Einfamilienhäuser verfügen bereits über eine Photovoltaik-Anlage. Auch der Anteil an Elektroautos steigt, und es ist sinnvoll, beide Technologien zu kombinieren.

 

 

red schu/Quellen: OÖ. Energiesparverband; OeMAG/Abwicklungsstelle für Ökostrom; Klima- und Energiefonds; windischpower, Ing. Peter Aschauer Elektrotechnik e.U.
Zusätzliche Infos zum Thema finden Sie auch in der aktuellen Siedlerzeitung